Was macht eine gute Wandersocke aus?
Eine Wandersocke hat drei Aufgaben, und keine davon heißt „warm halten". Das übernimmt der Schuh.
Erstens Feuchtigkeit abtransportieren. Ein Fuß gibt am Tag bis zu einem Viertelliter Schweiß ab. Bleibt der im Gewebe, weicht die Haut auf – und aufgeweichte Haut scheuert.
Zweitens Reibung aufnehmen. Die Socke sitzt zwischen Haut und Schuh und soll die Bewegung abfangen, statt sie an die Haut weiterzugeben. Deshalb ist sie an Ferse und Ballen verstärkt – dort arbeitet der Fuß am meisten.
Drittens Form halten. Eine Socke, die nach zwei Stunden am Knöchel zusammenrutscht, wirft Falten. Falten im Wanderschuh werden zu Druckstellen.
Baumwolle erfüllt keinen dieser drei Punkte. Sie saugt sich voll, bleibt nass und verliert die Form. Für einen Spaziergang reicht das, für eine Tagestour nicht.