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Imprägniermittel - ALPENWERT

Imprägniermittel

Imprägnier Waschmittel und Imprägniersprays für Jacken, Zelte und Schuhe – ideal für Waschmaschine oder gezielten Nässeschutz unterwegs.

Ansicht als

Woran erkenne ich, dass ich imprägnieren muss?

Es gibt einen einfachen Test, und du brauchst dafür nichts außer Wasser.

Träufle ein paar Tropfen auf den Stoff. Perlen sie ab und bleiben als Kugeln stehen, ist die Imprägnierung intakt. Ziehen sie ein und dunkeln den Stoff, ist sie verbraucht.

Das passiert schneller, als die meisten denken. Reibung an Rucksackgurten, Schmutz, Waschmittelrückstände und UV-Licht bauen die Schicht ab. Bei regelmäßiger Nutzung ist etwa einmal im Jahr fällig, bei viel Regen früher.

Wichtig zu verstehen: Eine Membran wie Gore-Tex wird dadurch nicht undicht. Was nachlässt, ist die Außenschicht – der Stoff saugt sich voll. Die Jacke bleibt dicht, fühlt sich aber klamm an und atmet kaum noch, weil der nasse Außenstoff den Dampf nicht durchlässt.

Genau deshalb lohnt sich das Auffrischen: Nicht wegen der Dichtigkeit, sondern wegen des Tragegefühls.

Waschmaschine oder Spray – was ist besser?

Beides funktioniert, aber für unterschiedliche Fälle.

Imprägnieren in der Waschmaschine behandelt das ganze Kleidungsstück gleichmäßig – innen wie außen, auch Nähte und Falten. Das ist der Weg für Jacken, Hosen und alles, was in die Waschmaschine passt. 500 ml reichen für mehrere Ladungen, und die Formel ist fluorcarbonfrei und biologisch abbaubar.

Imprägnierspray behandelt nur die Außenseite – gezielt dort, wo es nötig ist. Das ist sinnvoll bei Schuhen, Rucksäcken und allem, was nicht in die Maschine darf. Und es ist die Wahl, wenn du nur die Schultern einer Jacke auffrischen willst.

Ein Argument für die Maschinenvariante, das oft übersehen wird: Beim Sprühen entsteht Nebel, den man einatmet. Deshalb gehört Sprühen nach draußen oder an ein offenes Fenster. Die Einwaschvariante hat dieses Problem nicht.

Wenn du beides brauchst, gibt es das Set aus Imprägnierer und Funktionswaschmittel – dazu mehr im nächsten Abschnitt.

Der Schritt, den fast alle auslassen

Vor dem Imprägnieren muss gewaschen werden. Das klingt banal, entscheidet aber darüber, ob die neue Schicht hält.

Der Grund: Schmutz, Hautfett und vor allem Rückstände von normalem Waschmittel sitzen auf der Faser. Die Imprägnierung legt sich dann auf diese Schicht statt auf den Stoff – und ist nach zwei Regengängen wieder weg.

Besonders problematisch sind Weichspüler und Vollwaschmittel. Beide hinterlassen einen Film, der Wasser anzieht. Wer damit gewaschen hat, arbeitet gegen die eigene Imprägnierung an.

Richtig ist die Reihenfolge:

  1. Waschen mit Funktionswaschmittel, 30 °C, kein Weichspüler
  2. Imprägnieren – in derselben Maschine im zweiten Gang oder anschließend mit Spray

Deshalb gibt es beides als Set: Waschmittel und Imprägnierer aufeinander abgestimmt, in der richtigen Reihenfolge angewendet hält der Schutz bis zu einem Jahr.

Imprägnieren in der Waschmaschine – Schritt für Schritt

  1. Waschmittelfach ausspülen. Reste von normalem Waschmittel machen den Durchgang wirkungslos.
  2. Kleidung waschen und in der Waschmaschine lassen – sie darf feucht sein.
  3. Imprägnierer einfüllen. Direkt ins Waschmittelfach der Waschmaschine, Dosierung nach Anleitung und Beladung.
  4. Kurzprogramm bei 30 °C ohne Schleudern oder mit niedriger Drehzahl.
  5. Trocknen lassen.

Unsere Einwasch-Imprägnierung braucht keine Hitzeaktivierung – bei vielen anderen Mitteln muss man anschließend in den Trockner oder mit dem Bügeleisen nacharbeiten. Das entfällt hier, was gerade bei Daunen und empfindlichen Membranen ein Vorteil ist.

Nicht mehr als zwei bis drei Teile pro Durchgang. Wenn die Waschmaschine zu voll beladen ist, erreicht das Mittel nicht alle Flächen gleichmäßig.

Mit Spray imprägnieren – so geht es richtig

  1. Sauber und trocken. Auf schmutzigem Stoff hält nichts.
  2. 20 bis 30 cm Abstand halten und gleichmäßig sprühen, bis die Fläche sichtbar feucht glänzt.
  3. Nicht sparen, aber auch nicht tränken. Läuft es herunter, ist es zu viel.
  4. Vollständig trocknen lassen, bevor du das Teil wieder benutzt.

Immer im Freien oder am offenen Fenster arbeiten – der Sprühnebel gehört nicht in die Lunge.

Bei Schuhen die Naht zwischen Sohle und Schaft nicht vergessen, dort dringt Wasser zuerst ein. Bei Rucksäcken den Boden, der auf nassem Untergrund abgestellt wird.

Für Zelte und Markisen führen wir ein eigenes Spray – große Flächen brauchen ein anderes Sprühbild als eine Jacke, und Zeltstoff ist meist Polyester oder Nylon statt einer Membran.

Kann man ein Zelt in der Waschmaschine imprägnieren?

Ja, aber nur bei kleinen Zelten und nur mit Vorsicht. Ein Zwei-Personen-Zelt ohne Gestänge passt in eine Haushaltsmaschine mit 7 kg Trommel, ein Familienzelt nicht. Wichtig: Schonwaschgang, maximal 30 °C, keine Schleuder. Gestänge und Heringe bleiben draußen.

Bei größeren Zelten funktioniert nur das Sprühverfahren. Zeltplane aufbauen oder flach auslegen, gleichmäßig einsprühen, besonders an Nähten und Reißverschlüssen, dann vollständig trocknen lassen, bevor das Zelt wieder eingepackt wird. Ein feucht verpacktes Zelt schimmelt innerhalb weniger Tage.

Unser Imprägnierspray für Zelt & Markise ist auf beschichtete Polyester- und Nylongewebe abgestimmt.